
Blog · Norden Teneriffas
Wann nach Teneriffa reisen? Das Klima im Norden im Jahresverlauf
La Orotava liegt an der Nordküste Teneriffas, am Fuß des Teide, und das prägt das Klima mehr als die Jahreszeit, in der du kommst. Eine wirklich schlechte Jahreszeit gibt es hier nicht, aber der Norden hat seine eigenen Regeln: tiefe Wolken selbst mitten im Sommer, Regen, der sich auf wenige Monate konzentriert, und ein Meer, das im Herbst tatsächlich wärmer ist als im August. Hier ist, was wir wissen — offizielle Daten plus das, was wir vor Ort erleben — darüber, wann du kommen solltest und was dich erwartet.
Die Kurzfassung: mild das ganze Jahr, aber nicht überall gleich
Die nächstgelegene offizielle Wetterstation (AEMET, Flughafen Tenerife Norte, auf 632 m) verzeichnet einen Jahresdurchschnitt von 16,8 °C: Der kälteste Monat ist Januar mit durchschnittlich 13,1 °C (Höchstwerte 16,0 °C, Tiefstwerte 10,2 °C), der wärmste ist August mit 21,2 °C im Schnitt (Höchstwerte 25,7 °C, Tiefstwerte 16,6 °C). Das sind offizielle Daten, sie stammen aber von einem höher gelegenen, etwas kühleren Punkt als die Küste.
Unten in Puerto de la Cruz, 15 Minuten vom Landgut entfernt, sind die Temperaturen spürbar milder: Höchstwerte von 20-21 °C im Winter und 26-27 °C im Sommer, mit Tiefstwerten, die selten unter 15 °C fallen. La Orotava liegt auf mittlerer Höhe dazwischen: In der Umgebung liegen die kältesten Monate bei etwa 16-17 °C Höchsttemperatur und 10-12 °C Tiefsttemperatur, während der wärmste Monat, August, auf etwa 25 °C Höchstwert klettert.
Je nach Quelle findest du leicht abweichende Zahlen — das ist normal, jede Wetter-Website nutzt ihr eigenes Modell oder ihre eigene Referenzstation. Verstehe die Werte daher als ungefähre Bandbreiten, nicht als exakte Dezimalzahlen.

Monat für Monat: was in den Koffer gehört
Nach Jahreszeiten zusammengefasst, verhält sich der Norden rund um das Landgut so:
- Dezember-Februar: milde Tage, Höchstwerte von 16-18 °C und Tiefstwerte von 10-12 °C. Das ist die regenreichste Zeit des Jahres.
- März-Mai: steigende Temperaturen, Höchstwerte von 17-20 °C. Im März kann es noch den einen oder anderen Regentag geben.
- Juni-August: die wärmste und trockenste Zeit. August ist der heißeste Monat mit Höchstwerten um 25 °C.
- September-November: ähnlich wie im Frühling, Höchstwerte von 19-24 °C, wobei der Regen bereits im November zurückkehrt.
- Egal für welchen Monat du dich entscheidest, pack eine leichte Jacke ein: Es sind nur 20-30 Autominuten bis Las Cañadas, wo es spürbar kühler ist als auf dem Landgut.
Die 'panza de burro': warum der Himmel über dem Tal nicht immer zum Himmel über dem Teide passt
Eines der typischsten Wetterphänomene im Norden Teneriffas ist die 'panza de burro' (wörtlich 'Eselsbauch') — eine von den Passatwinden erzeugte Schicht tiefer Stratocumulus-Wolken, die sich meist zwischen etwa 500-600 und 1.500-1.600 Metern Höhe einnistet und vor allem an der Nordseite der Insel hängt. Von unten gesehen ist es ein geschlossener grauer Himmel, von oben gesehen ein Wolkenmeer.
Bemerkenswert ist, dass diese Wolkenschicht im Juli und August, mitten im Sommer, besonders häufig auftritt, während der Süden der Insel — geschützt vor den Passatwinden — in genau diesen Monaten fast täglich Sonne hat. Oberhalb der Wolkenschicht, rund um den Teide und Las Cañadas, ist der Himmel meist klar, egal was weiter unten passiert: Ein grauer Tag am Landgut bedeutet also nicht automatisch einen grauen Tag auf dem Berg — und umgekehrt.

Wann es regnet — und wann nicht
Die Regenzeit im Norden dauert von Oktober bis April, mit durchschnittlich rund 10 Regentagen pro Monat. Die niederschlagsreichsten Monate sind November, Dezember und Januar (81, 82 bzw. 80 mm an der offiziellen Flughafenstation); am trockensten sind Juni, Juli und August, mit einem Minimum im August (5 mm) und Juli (6 mm).
Der Unterschied zum Süden der Insel ist deutlich: In derselben Regenzeit hat der Süden nur 2-3 Regentage im Monat, und seine jährliche Niederschlagsmenge (rund 115 mm in Gegenden wie Playa de las Américas, ein grober Richtwert) ist nur ein Bruchteil der 500-600 mm, die an der Nordküste fallen. Deshalb ist der Norden die grüne Seite Teneriffas und der Süden die trockene: Wer garantierten Sonnenschein Tag für Tag sucht, findet ihn im Süden häufiger; wer Bananenplantagen, Gärten und den Vulkan mit Wolken zu seinen Füßen sucht, findet das nur im Norden.
Zum Baden, zum Teide-Aufstieg und um Menschenmassen zu vermeiden
Drei praktische Fragen, die uns Gäste vor der Buchung stellen:
- Wann ist das Meer am wärmsten? In Puerto de la Cruz bleibt das Wasser von April bis Januar über 20 °C. Wider Erwarten liegt der kälteste Punkt nicht im Winter, sondern Anfang März (~17,2 °C), und der wärmste nicht im August, sondern gegen Ende September (~22-23 °C im Herbstdurchschnitt).
- Kann man immer auf den Teide steigen? Die kostenlose Genehmigung für die letzten 200 Meter zum Gipfel (3.718 m) solltest du 1-2 Wochen im Voraus beantragen. Die Seilbahn dagegen kann in jedem Monat des Jahres wegen starken Winds schließen — wenn du im Voraus gebucht hast, wirst du am selben Tag gegen 8:30 Uhr per E-Mail oder SMS über eine Absage informiert.
- Wann ist am wenigsten los? Juli-August, Ostern und Weihnachten sind Hochsaison im Norden. Mai und Juni verbinden meist gutes Wetter, wenig Regen und weniger Andrang; im September kommt zusätzlich das wärmste Meer des Jahres hinzu.
Für welchen Monat du dich auch entscheidest, auf der Hacienda Verde ist das Wetter selten ein Problem: Das Landgut ist dafür gemacht, mit Sonne am Pool genossen zu werden — oder mit der 'panza de burro' über dem Tal, während oben auf dem Teide die Sonne scheint. Wenn du uns vor der Buchung schreibst, sagen wir dir, wie das Wetter in dieser Woche meist ist, und helfen dir, deinen Besuch in Las Cañadas mit etwas Spielraum zu planen.
José Martín
Gastgeber der Hacienda Verde. Er empfängt seit Jahren Gäste und kennt das Orotava-Tal und den Teide wie kaum ein anderer.
Schlafe im Tal, nicht an der Küste.
Drei Landhäuser in einem ethnografischen Park in La Orotava, 20-30 Minuten vom Teide entfernt. Du sparst Zeit und schläfst mitten in der Natur.
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